Fredl-Fesl-Abend "der Zweite" mit Gery Gerspitzer

"Gery singt & spielt Lieder vom bayr. Liedermacher" | 06.03.2026

Gerry Gerspitzer bringt Fredl-Fesl-Stimmung zurück nach Alitzheim



Beim Kabarett-Abend im voll besetzten DJK-Sportheim herrscht beste Stimmung, die Fans des bayerischen Liedermachers kamen voll auf ihre Kosten.

Es ist Kabarett in Alitzheim und die Bude ist voll: Auch beim Fredl-Fesl-Abend mit Gerry Gerspitzer, war das wieder der Fall. Im bis auf den letzten Platz besetzten Sportheim bot der Sänger und Kabarettist aus Hof einen Abend, der dem 2024 verstorbenen bayerischen Urviech und Musiker Fredl Fesl sicherlich gefallen hätte.

Das Veranstaltungsteam der DJK hatte sich bei Gerspitzers zweiten Auftritt in Alitzheim bewusst für die enge, heiße Atmosphäre im Sportheim entschieden und nicht für die deutlich größere Bühne in der Sporthalle. "Das ist ein schöner Kontrast und wirkt mehr wie eine Kleinkunstbühne. Es macht den Leuten mehr Spaß – und mir persönlich gefällt es auch", erläuterte Werner Herkert, einer von vier Organisatoren des Abends. Fesl selbst sei ja aus der Wirtshausmusik gekommen, sagte DJK-Vorstand Thomas Solf, selbst bekennender Fredl-Fesl-Fan.

Beim Auftritt lief Gerry Gerspitzer zur Hochform auf. Am Ende stand er sogar Kopf: Ganz zum Abschluss, nach einigen Zugaben, setzte der Künstler aus Hof, mittlerweile seit 40 Jahren mit verschiedenen Programmen erfolgreich auf der Bühne, tatsächlich zum Kopfstand an. In den zwei Stunden zuvor hatte Gerspitzer eine Mischung aus Klassikern und weniger bekannten Stücken des bayerischen Musikers sowie eigene Parodien präsentiert.

Publikum mit einbezogen Dass Gerspitzer die Interaktion mit dem Publikum liebt, zeigte sich nicht nur, als er beim "Anlasserjodler" den Saal zum Mitjodeln animierte. "Tisch 32 möchte noch acht Bier", gab er kurzerhand eine Getränkebestellung aus den hinteren Reihen an die Bedienung weiter. Die Fredl-Fesl-Lieder, die bisweilen urige, teils herrlich verworrene Geschichten erzählen, hatte Gerspitzer – samt dem typischen Humor seines Vorbilds – voll drauf. "Das Lied hat noch keinen Schluss, aber ich hör' jetzt trotzdem auf", meinte er etwa beim "Stachelschwein".

Das Lied von der Katz', das Fußballlied, der Glockensong, "Spieglein, Spieglein" und natürlich "Das Lied vom Rausch" kamen bestens an beim Publikum, das Fesl zumeist noch aus dessen Glanzzeiten in den 80er- und 90er-Jahren kannte. Gerspitzer garnierte das Programm mit Erzählungen darüber, wie er den Liedermacher einst selbst kennengelernt hatte. Dazwischen stimmte er auch immer wieder Schlager an, bei denen der Saal begeistert mitsang. Nicht nur der Künstler hatte sichtlich Spaß an dem kurzweiligen Abend: Später mischte sich Gerspitzer noch unter die Leute.

Für 2027 hat das Kabarett-Team aus Alitzheim bereits eine Größe aus der Fränkischen Fastnacht verpflichtet. Dann wird Bauchredner Sebastian Reich mit seiner Amanda zu Gast sein.

mainpost.de | Andreas Stöckinger